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Amaranthbrei mit Kürbis und Kokos

Amaranthbrei mit Kürbis und Kokos

Manchmal denke ich, dass dieser Blog ein Frühstücksblog wird. Was nicht schlimm wäre. Ich liebe Frühstück. Manchmal ist Frühstück sogar mit das Schönste am ganzen Tag. Wenn ich morgens meinen Brei aufgegessen habe, spüre ich fast so etwas wie Verlustängste und würde am liebsten immer weiter löffeln. Denn nach meinem Brei geht’s unweigerlich auf in den Tag… und manchmal würde ich einfach zu gerne noch in meiner kleinen Frühstücksblase bleiben.
Nun ist mein Frühstück aber in den letzten beiden Wochen ziemlich auf der Strecke geblieben, weil mein kleiner Sohn in der Eingewöhnung bei der Tagesmutter ist. Was bedeutet, dass mein kleiner Langschläfer und ich jeden Morgen ein sportliches Programm nach dem Aufstehen haben, um ihn rechtzeitig und gefüttert aus dem Haus zu bringen. Und bis ich mit ihm dann nach 2-3 Stunden nach Hause kam, war es fast schon Zeit für’s Mittagessen…
Seit heute kann ich nun aber Leon schon vormittags alleine bei der Tagesmutter lassen, was mit einem ganz besonders leckeren Brei zelebriert werden musste. Einen Amaranthbrei mit Kürbis und Kokos, der insofern schon besonders ist, als das er Vorbereitung bedarf und nicht mal eben spontan zusammengewuppt werden kann. Das Amaranth sollte idealerweise einen Tag in Wasser quellen und Kürbis muss im Vorfeld gekocht und püriert werden. Für mich keine Arbeit, sondern Teil der Vorfreude!
Gerade wenn ihr bislang noch nichts mit Amaranth gemacht habt, ist dieser Brei ein toller Start, weil Amaranth doch einen ganz eigenen Geschmack hat, an den man sich erst gewöhnen muss. Hier überlagern das Süße und Cremige von Kürbis und Kokosmilch alles außer die unglaubliche Textur der Samen, die so schön im Mund knuspern. Dies könnte also der Anfang einer großen Liebe werden – die nur noch durch die Liebe zum Frühstück an sich zu toppen wäre 😉

Zutaten für 2:

  • 125 gr Amaranth*, am besten mind. 8 Stunden eingeweicht
  • 250 ml Kokosmilch (evtl. mehr, falls das Amaranth nicht eingeweicht wurde)
  • 40 gr Kürbispüree (gekochter Kürbis püriert)
  • 1 Prise Salz
  • Jeweils 1 Prise Zimt, Ingwer, Muskat und Nelkenpulver
  • 1/3 Vanilleschote
  • 1 El Reismalz, evtl. mehr nach Geschmack
  • 40 gr Kokoschips

Das Amaranth in reichlich Wasser quellen lassen, 8 Stunden mindestens, 24 Stunden sind ideal.
Amaranth durch ein Sieb abseihen und in einen Topf schütten. Kokosmilch, Kürbispüree und Gewürze dazu geben. Das Vanillemark aus der Schote kratzen und ebenfalls dazu geben.
Alles gut miteinander verrühren und kurz aufkochen. Einen Deckel auf den Topf setzen und 15 Minuten leise köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren, damit sich am Topfboden nichts absetzt.
Nach der Kochzeit, den Herd ausschalten und den Brei auf der warmen Herdplatte ruhen lassen.
Während dessen die Kokoschips in einer Pfanne ohne Öl goldbraun anrösten.
Den Brei mit Reismalz süßen und auf 2 Schalen verteilen. Bei Bedarf noch mit zusätzlichem Reismalz beträufeln und mit Kokoschips bestreuen.

* Wissenswertes zu Amaranth:
Bei den Inkas galt Amaranth als heiliges Wunderkorn und wurde bei den Azteken einst wertvoller als Gold gehandelt. Es war einerseits eines der Hauptnahrungsmittel neben Mais und Bohnen, andererseits spielte Amaranth eine wichtige Rolle in zeremoniellen Gottesdiensten.
Amaranth ist eigentlich kein Getreide, sondern eine getreideähnliche Pflanze, eine so genannte Pseudocerialie. Amaranth ist glutenfrei und kann somit auch von Zöliakie-Betroffenen genossen werden.
Es gibt viele gute Gründe, Amaranth regelmäßig auf den Speiseplan zu setzen. Die kleinen Körner übertreffen in Sachen Nährwertgehalt die meisten Getreidesorten.
Amaranth ist reich an Calcium und Eisen, und daher besonders geeignet für Menschen die einen erhöhten Bedarf haben – sei es werdende oder stillende Mütter, (Klein-)Kinder oder Menschen, die körperlich hart arbeiten. Aus dem selben Grund ist es daher auch ein tolles Korn für Vegetarier! Außerdem enthält es wertvolle Fettsäuren, reichlich Ballaststoffe und Proteine, sowie den wertvollen Inhaltsstoff Lysin. Besonders Vegetarier leiden oftmals unter einem Lysinmangel, da die wichtige Aminosäure in vielen Getreideprodukten fehlt oder in nur sehr geringer Form enthalten ist.
Amaranth ist nicht nur solo lecker sondern auch in Kombination mit anderen Getreidesorten wie Hirse oder Quinoa, zum Beispiel als fluffig-leichter Pilaw. Oder als Variante für Couscous-Gerichte. Man kann es in Suppen oder Eintöpfe für einen Protein-Kick einrühren. Oder im Müsli untermischen, wie man es inzwischen häufiger zu kaufen bekommt. Das lässt sich aber auch ganz einfach selber machen, indem man die Samen in eine Pfanne mit Deckel gibt und auf einer heißen Herdplatte hin- und her bewegt, bis die Samen aufpoppen.