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Fernweh im Topf – afrikanische schwarze Bohnen

Fernweh im Topf – afrikanische schwarze Bohnen

Mein Vater hat früher für einen deutschen Chemiekonzern gearbeitet und war für diese Firma viele Jahre im Ausland. Bei einem Deutschlandaufenthalt hat er meine Mutter kennengelernt, die Liebe war groß und so ist sie ihm kurze Zeit später nach Südafrika gefolgt – 6 Wochen lang, per Schiff! Ganz schön romantisch, oder?! Geheiratet wurde dann in Afrika und dort bin ich auf die Welt gekommen. Meine Mutter, die bis dahin immer berufstätig war, hat erst in Afrika kochen gelernt und so bin ich mit afrikanischen und indischen Speisen groß geworden. Currys, Chutneys, Kebabs und Pickles hab ich also schon als Kleinkind gegessen und da meine Mutter damals schon einen Hang zur Vegetarierin hatte – lange bevor das überhaupt so benannt wurde – hat sie auch jede Menge Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen zubereitet.
Dieses Gericht habe ich zwar erst in der Kochausbildung kennengelernt, aber es weckt jedes Mal Kindheitserinnerungen und ein bisschen Fernweh in mir – perfekt also, um von einem grau-trüben Tag wie diesem abzulenken!

Hier das Rezept für 4 Personen:

  • Rapskernöl
  • 2 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Tl Curry
  • 1 gute Prise Kreuzkümmel
  • 1 Prise Zimt
  • 1 El Reismalz
  • 1 kräftiger Schuss Sojasauce
  • 1 Blumenkohl
  • Gemüsefond oder Wasser
  • 500 g gekochte schwarze Bohnen*
  • 1 Prise Salz
  • 1-2 El Rosinen
  • 1 Handvoll Mandeln
  • optional: Kuzu

 

Möhren in große Stücke schneiden und im heißen Öl anbraten.
Die Zwiebel ebenfalls in große Stücke schneiden und dazu geben.
Gewürze dazu geben und mit anbraten – dabei darauf achten, dass sie nicht anbrennen.
Das Gemüse mit Reismalz beträufeln und karamellisieren lassen.
Mit Sojasauce ablöschen und kurz einkochen lassen.
Den Blumenkohl in Röschen zerteilen und dazu geben.
Mit Gemüsefond auffüllen, so dass das Gemüse zur Hälfte bedeckt ist und 35 Minuten mit geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme köcheln.
Die letzten 5 Minuten die restlichen Zutaten hinzugeben und mit kochen.
Wer mag, kann das Gericht noch mit Kuzu andicken: Dazu Kuzu in kaltem Wasser dickflüssig anrühren und in einem dünnen gleichmäßigen Strahl in die kochende Flüssigkeit einrühren, bis sie ausreichend gebunden ist.
5-Elemente-Info:
Schwarze Bohnen, wie alle Hülsenfrüchte, stärken das Wasser-Element und sind (gerade für Vegetarier und Veganer) eine wertvolle Eiweißquelle.

* Schwarze Bohnen werden über Nacht in reichlich Wasser und mit einem Stück Kombu-Alge eingeweicht. Am nächsten Tag schüttet man das Einweichwasser weg und köchelt die Bohnen samt Alge für 6-8 Stunden – in den ersten 10 Minuten ohne Deckel, um den weißlichen Schaum mit einem Löffel abzuheben, der viele Blähstoffe enthält.
Die Kombu-Alge liefert viele wertvolle Mineralien und macht die Bohnen außerdem weicher und verträglicher.