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Gebackener Apfel-Zimt-Porridge

Gebackener Apfel-Zimt-Porridge

Der Herbst wird in der chinesischen Ernährungslehre dem Metall-Element zugeordnet. Wenn die Luft klarer und kühler wird, ziehen sich die Säfte der Pflanzen zurück in die Wurzeln, Blätter trocknen aus und fallen ab. Es ist eine nach innen und unten gerichtete, sich stark verdichtende, zusammenziehende Energie, ein Prozess der Austrocknung des „Überflüssigen“.
So wie die Natur den Rückzug antritt, so ziehen sich auch im menschlichen Organismus die Energien und Säfte zurück, so dass ein verstärktes Verlangen nach Ruhe und Schlaf entsteht. Wer den langen Sommer und Spätsommer in vollen Zügen ausgekostet hat, wird dieses Bedürfnis begrüßen. Es ist die Zeit, um Geist und Energie zu sammeln, alles Unnötige loszulassen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Auch durch unsere Ernährung können wir diese Energie unterstützen, zum Beispiel in dem wir auf Kochtechniken und Lebensmittel zurückgreifen, die das Pendant zu dem Prozess des Austrocknens in der Natur darstellen. Dazu gehört das Backen, wie auch die Verwendung getrockneter Gewürze und Trockenfrüchte. Das sich äußerlich wandelnde Klima findet in unserer Ernährung Berücksichtigung durch entsprechend wärmende Speisen. Wer also bislang noch an seinem morgendlichen Müsli festgehalten hat, tut gut daran, spätestens jetzt auf ein wärmendes Frühstück umzustellen.
Ich gehöre ja sowieso zu der Fraktion, die nahezu das ganze Jahr über Porridge frühstückt – nicht nur, weil es mir gut tut, sondern vor allem weil es mir so gut schmeckt! Es passiert nicht selten, dass ich abends schon in Vorfreude auf den nächsten Morgen die Zutaten für meinen Brei zurecht stelle. Um für Abwechslung zu sorgen, variiere ich auch gerne meine Rezepte.
Backen ist eine der einfachsten Möglichkeiten dazu und so gebe ich seit einigen Tagen meine morgendlichen Brei-Zutaten nicht mehr in einen Topf, sondern in eine Auflaufform. Das Ergebnis ist jedes Mal köstlich, denn das Backen verdichtet nicht nur die Energie, sondern konzentriert/verstärkt auch das Aroma sämtlicher Zutaten. Und das funktioniert auch wunderbar mit anderen Zutaten, wie zum Beispiel mit Birne, getrockneten Maulbeeren, Kardamom und weißem Mandelmus. Unbedingt ausprobieren!

Für eine kleine Auflaufform:

  • 120 g Haferflocken
  • 225 ml Mandeldrink (oder ein anderer pflanzlicher Drink)
  • 1 roter Apfel
  • 4 Datteln
  • 1 Tl Zimt
  • 1 El Reismalz
  • 1 El Mandelmus
  • 1 Prise Salz

Backofen auf 200 ° (Umluft 180°) vorheizen.
Haferflocken zusammen mit Mandeldrink in eine Schüssel geben und ca. 10 Minuten ein-
weichen lassen.
Inzwischen Apfel entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden (oder auf der groben Seite der Küchenreiben reiben); Datteln halbieren, den Kern entfernen und grob hacken.
Nach der Einweichzeit Flocken, Apfel, Datteln und restliche Zutaten gut miteinander ver-
mischen und in eine kleine Auflaufform füllen.
Im Ofen ca. 20 Minuten backen, bis die Oberflächige allmählich die Farbe wechselt.

Reste, falls vorhanden, können übrigens super im Ofen aufgebacken werden und mit auf-
geschlagener Sojasahne am Nachmittag vernascht werden 🙂