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Süßer Kürbis-Trifle

Süßer Kürbis-Trifle

Auch wenn es sich zur Zeit noch mit Temperaturen über 30 Grad wie Hochsommer anfühlt, sind wir bereits im Spätsommer mit Übergang zum Herbst – die Tage werden kürzer, die Nächte kühler. In der chinesischen Ernährungslehre steht das Erd-Element für diese Übergangszeit von Sommer zu Herbst, in der wir dem Körper jetzt schon mehr Wärme und Energie über die Nahrung zuführen und uns somit auch auf die kühlere Jahreszeit des Herbstes vorbereiten.
Das Erd-Element steht auch für unsere körperliche Mitte, für unsere Ernährung und Verdauung – die zugehörigen Organe sind Milz/Bauchspeicheldrüse und Magen, deren Hauptaufgabe darin besteht, Energie (Qi) aus der Nahrung zu gewinnen und es dem Körper zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Milz in ihrer Funktion zu unterstützen, vor allem mit gekochten, naturbelassenen Speisen, denn am besten funktioniert die Verdauung, wenn die Nahrung bereits körperwarm aufgenommen wird.

Der süße Geschmack wirkt auch unterstützend auf Milz und Magen, entspannt außerdem den Körper, nährt und liefert die notwenige Energie, damit wir uns auf unsere Arbeit konzentrieren können. Daher steht in der chinesischen Ernährungslehre der süße Geschmack im Vordergrund jeder Mahlzeit: 80% der Nahrung eines Erwachsenen sollte süß schmecken und beim Kind sogar 90%! Damit ist natürlich nicht Zucker, Honig oder Schokolade gemeint. Es geht um den natürlichen süßen Geschmack, den viele Grundnahrungsmittel haben: die verschiedenen Getreidesorten, viele Gemüse- und Obstsorten, allen voran die mit einer runden Form und/oder einer orangen Farbe, wie zum Beispiel der Kürbis, sowie hochwertige Fette und Öle, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte. Und auch die Kochtechnik des Langkochens unterstützt diesen süßen Geschmack.

Eine lange Einleitung, ich weiß, aber da der süße Geschmack in unserer Gesellschaft so dermaßen in Verruf geraten ist, liegt mir dieses Plädoyer sehr am Herzen 🙂

Und nun zum Rezept, das auf wunderbare Weise all diese Aspekte des Erd-Elements in sich vereint, und außerdem noch eine etwas andere Zubereitungsart für Kürbis darstellt – nämlich als süßes Dessert, das auch bei Gästen was hermacht.

Für 4 Personen:

  • 350 g Hokkaido Kürbis
  • 75 g vegane Vollkornkekse
  • 150 g veganer Quark (Provamel)
  • 4-5 El Reismalz
  • ½ Tl Zimt
  • 2 Msp. Gemahlener Ingwer
  • 100 ml Sojacuisine
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Prise Vanille
  • optional: Agavendicksaft

Kürbis in große Stücke schneiden. Mit wenig Wasser im Topf ca. 35 Minuten gar köcheln.
Inzwischen Quark und Reismalz cremig verrühren und kalt stellen (damit der Quark wieder
fester wird) und Kekse fein zerkrümmeln.
Sojacuisine mit Zitrone und Vanille steif schlagen, gegebenenfalls mit Agavendicksaft süßen, und ebenfalls kalt stellen.
Nach der Garzeit Kürbiswasser abgießen und Kürbis mit Kartoffelstampfer fein zerdrücken. Vollständig abkühlen lassen.
Quark mit Kürbispüree, Zimt und Ingwer verrühren.
Keksbrösel auf 4 Dessertgläser verteilen, dabei 2 Tl zurückbehalten.
Kürbismasse auf Gläser verteilen und mit Sahnehaube abschließen. Je nach Form/Größe der Gläser kann mehrmals geschichtet werden (s. Foto).
Mit restlichen Keksbrösel bestreuen.