Ein sinn- und maßvoll gefüllter Vorratsschrank

28. März 2020
Es ist immer eine gute Idee sich in Sachen Vorräten gut zu organisieren, nicht nur in Krisenzeiten.

Denn ein sinn- und maßvoll gefüllter Vorratsschrank erleichtert den Einkauf, trotzt der ewigen „Was koche ich heute?“-Frage und gibt Dir das beruhigende Gefühl gut für Dich (und Deine Lieben) zu sorgen.

Ich habe schon früh in der Kochausbildung gelernt vorausschauend einzukaufen und einen abwechslungsreichen Vorratsschrank mit allen, wichtigen Basics zu haben. Aus meinen Kursen und Coachings weiß ich aber, dass ich da eher die Ausnahme bin und heutzutage, nebst Kühlschrank und Tiefkühlschrank, nur wenige Menschen etwas von Vorratshaltung verstehen. Gerade im städtischen Umfeld, wo der nächste Supermarkt häufig nur einen Katzensprung entfernt ist, haben sich viele daran gewöhnt, manchmal sogar nur für den nächsten Tag einzukaufen – was ja viel mehr Zeit braucht, als 1-2x die Woche nur die nötigen frischen Lebensmittel einzukaufen. Und tatsächlich ist auch ein gut sortierter Vorratsschrank schnell und einfach organisiert. Hier kommt deshalb alles, was in meinen Schränken steht und wirklich nie ausgeht, ohne unnötige Hamstereinkäufe zu tätigen. Denn die sind nicht clever, sondern einfach nur unsolidarisch #weareallinthistogether

 

Verschiedene Sorten Getreide

Als Beilage, für Salate und Bratlinge, zum Frühstück oder als Suppeneinlage.

Allen voran Reis, für mich definitiv ein Grundnahrungsmittel, das beinahe täglich auf dem Speiseplan steht.

Aber auch Couscous, Quinoa, Buchweizen sowie Hafer und Dinkel, aus denen ich Flocken quetsche (jawohl, kann man mit einem Aufsatz für die Küchenmaschine ganz einfach selber machen und sind somit nicht nur gesünder (weil frisch und reicher an Nährstoffen) sondern auch leckerer (weil frisch und geschmacksvoller).

 

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte sind eine wichtige Eiweißquelle für Vegetarier und Veganer und finden bei mir eine ähnliche Verwendung wie oben.

Am meisten verwende ich weiße Bohnen, Kichererbsen und rote Linsen. Am liebsten kaufe ich sie in getrockneter Form, aber wenn es schnell gehen muss, habe ich auch immer ein paar Dosen oder Gläser auf Vorrat da. Besser so, als gar nicht 🙂

 

Süßungsmittel

Der süße Geschmack ist ganz zentral in der Ernährung nach TCM und ich verwende zum Süßen fast ausschließlich hochwertige Süßungsmittel, die gut verstoffwechselt werden können und dem Körper Energie schenken, wie z.B. Reismalz und Reissirup. Dazu zähle ich aber auch Trockenfrüchte (Rosinen, Datteln, Aprikosen, Feigen) und ungesüßte Frucht- und Obstsäfte.

 

Nüsse, Kerne, Samen

Ob als süßer oder herzhafter Snack zwischendurch (z.B. mit Reismalz karamellisiert oder mit Sojasauce geröstet), als Topping (für Porridge, Suppe oder Salat) oder zu Nussmus oder pflanzlichen Drinks verarbeitet, sind Cashews, Walnüsse, Mandeln, Leinsamen, Sesam & Co. nicht mehr aus meinen Vorräten wegzudenken.

 

Essig & Öle

An Essig verwende ausschließlich Gen mai su (Reisessig), der deutlich bekömmlicher und milder im Geschmack ist als herkömmlicher Apfel- oder Tafelessig.

Zu meinen Öl-Standards gehören ein hochwertiges, kaltgepresstes Olivenöl, Sesamöl und hocherhitzbares Rapskernöl, Erdnussöl und Kokosöl.

 

Würzmittel

Ich würze gerne mit Sojasauce und Miso, ohne dass dadurch die Speisen unbedingt asiatisch schmecken müssen. Außerdem habe ich auch immer mittelscharfen Senf und Meerrettich auf Vorrat, z.B. für Saucen und Dips.

 

Tomatenprodukte

Passierte Tomaten, Dosentomaten und Tomatenmark habe ich immer als Basis für Pastasaucen, Curries und Eintöpfe auf Vorrat.

 

Gewürze

In der TCM wird verhalten aber gezielt gewürzt, um den Eigengeschmack der Zutaten und Speisen zu unterstützen und nicht zu überlagern. Auf folgende Gewürze möchte ich dabei auf keinen Fall verzichten: Himalayasalz, Lorbeer, Kurkuma, Rosmarin, Oregano, Thymian, Vanille, Zimt und die 5-Elemente-Gewürzmischung (hier gehts zum Rezept).

 

Gemüse & Obst

Es gibt viele, auch saisonale, Gemüsesorten, die sich kühl gelagert lange frische halten, zum Beispiel die meisten Wurzelgemüse (Möhren, Kürbis, rote Bete) und Kohlsorten, wie auch Zwiebeln und Ingwer.

An Obst habe ich immer Äpfel und Zitronen im Haus.

 

Frische Kräuter & Microgreens

Frische Kräuter und Microgreens sind für viele Gerichte ein leckeres, gesundes und optisches i-Tüpfelchen. Zusätzlich zu den klassischen Kräutertöpfen wie Petersilie, Schnittlauch und Basilikum auf der Fensterbank ziehe ich außerdem Microgreens von Brokkoli, Radieschen und Rotkohl in den schönen Schalen von Heimgart (Werbung ohne Auftrag).

 

Kühlware & Tiefkühlkost

Natürlich lagert Tofu in unserem Kühlschrank, Räuchertofu wie auch Seidentofu (für Aufstriche oder Desserts) und weißer Tofu, der sich vielfältig marinieren und zubereiten lässt.

Und was lagert im Tiefkühlfach? Nebst ein paar Eiswürfeln, Kühlpacks und Kaffirlimettenblättern… tatsächlich gar nichts! Denn aus Sicht der TCM sind tiefgefrorene Produkte extrem kühlend und außerdem energiearm. Sorry 🙂

 

Besondere Zutaten

Kuzu, ein basisches, geschmacks- und geruchsneutrales pflanzliches Bindemittel, das sich sowohl für süße als auch für herzhafte Speisen eignet.

Getrocknete Algen (Kombu, Wakame) koche ich bei Suppen und Eintöpfen mit, weil sie Hülsenfrüchte bekömmlicher machen und uns eine breite Mineralienabdeckung schenken (bei Schilddrüsenerkrankungen bitte nur in Abstimmung mit Deinem Arzt verwenden).

Sojacuisine verwende ich als pflanzliche Alternative zu Sahne und Crème fraiche.

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